Erfassungshilfe

Das richtige Einpflegen der Daten ist unerlässlich für die sinnvolle Verknüpfung und spätere Verwendung der Daten. Damit eine recherchierbare Datensammlung entsteht, muss auf eine kohärente Dateneingabe acht gegeben werden. Deshalb gibt es an dieser Stelle einen Überblick über den Aufbau der Datenstruktur und Hinweise für die Erfassung. 

Inhalt:

Vorgehensweise bei der Erfassung in Roma
Schritt 1: Anlegen des Bauwerks, in dem sich die Wandmalerei befindet
Schritt 2: Anlegen des Wandteils, auf dem sich die Wandmalerei befindet
Schritt 3: Anlegen von Raumkompartimenten und Subkompartimenten
Schritt 4: Anlegen der Wandmalerei
Gesamtanlage
Fotos und Abbildungen
Ereignisse und Primärquellen
Linkblock
Titelvergabe
Auflistung der Architektur- und Bauformen


Vorgehensweise bei der Erfassung in Roma

Ausgangspunkt bei der Dateneingabe einer Wandmalerei ist die Architektur. Deshalb beginnt die Erfassung beim Bauwerk, in dem sich die Malerei befindet. Nach der Anlage von sinnvoll unterteilten Einheiten des Bauwerks (Schritte 2 und 3) kann die Wandmalerei (Schritt 4) an den entsprechenden Wandteil geknüpft werden. 

Archit Strukt Roma

1. Schritt: Anlegen des Bauwerks, in dem sich die Wandmalerei befindet

Create → Bauwerk → Maske ausfüllen

Der Titel besteht aus: Ort, Kirchenname. Beispiel: Prüfening, St. Georg
(Da es mehrere Kirchen mit dem gleichen Patron gibt, muss unbedingt der Ortsname mit angegeben werden.) 

Bitte beachten:
Einträge in dem Feld „Sekundärliteratur Quelle Kurztitel“ erzeugen(!) einen Eintrag unter Literatur (Sekundärquelle). Zu finden und weiter auszufüllen dann über Navigate → Literatur (Sekundärquelle) → entsprechender Eintrag → Edit. Besteht bereits ein Eintrag mit diesem Kurztitel, wird er beim Tippen vorgeschlagen und kann per Mausklick ausgewählt werden. Er wird dann nicht erneut erzeugt. Dieses Feld hat auch in den anderen Masken diese Einstellung! 

Bauwerk als Dreh- und Angelpunkt der Erfassung
Um optimal auf die architektonischen Gegebenheiten sowie auf die Informationslage eingehen zu können, kann jeder Datensatz mit einem Bauwerk verknüpft werden. Die Pfeile auf der Abbildung oben zeigen die Verknüpfungsmöglichkeiten an. 

Je differenzierter das Anlegen der Architektur, desto übersichtlicher der Datenbestand. Wird eine Wandmalerei nur mit dem Bauwerk verknüpft, ist nicht ersichtlich, an welcher Wand sich diese befindet. Wird das Bauwerk in seinen Einzelteilen angelegt (Raumkompartiment und ggf. Subkompartiment, s. Schritt 3), kann die Wandmalerei genauer verknüpft und ihr architektonischer Kontext schneller sichtbar werden. (→ Stichwort Linkblock) 

Grundsätzlich gilt: Informationen, die alle Teile des Bauwerks betreffen (bspw. eine einheitliche Datierung), oder Informationen zum gesamten Bildprogramm des Bauwerks sollten in der Maske Bauwerk aufgenommen werden. 
 

2. Schritt: Anlegen des Wandteils, auf dem sich die Wandmalerei befindet

Create → Wandteil → Maske ausfüllen

Ein Rundbau mit Ostapsis, wie es in Perschen der Fall ist, erfordert das Anlegen des Bauwerks mit den Wandteilen Zylindrische Wand, Kuppelgewölbe und Ostapsis. An diese Wandteile können dann alle vorhandenen Malereien geknüpft werden. 

Anders verhält es sich bei komplizierteren Grundrissen bzw. Malereiprogrammen. Siehe Schritt 3. 

Als Pflichtfeld, markiert mit einem roten Sternchen, ist das Feld „Ist Teil von Bauwerk“. Verpflichtend deshalb, damit ein Wandteil nicht ohne zugehöriges Bauwerk in der Datenablage „herumliegt“, da es ohne zugehörigen architektonischen Kontext ohnehin keine weiteren Forschungen und Schlüsse zuließe. 

 

3. Schritt: Anlegen von Raumkompartimenten und Subkomartimenten

Für das Anlegen von Raum- und/oder Subkomartimenten ist es hilfreich, einen Grundriss des Bauwerks mit bereits unterteilten Einheiten vorliegen bzw. entworfen zu haben. Anhand der obigen Abbildung mit den Architektur- und Bauformen kann eingesehen werden, welche Architekturteile als Raum- bzw. Subkompartiment usw. angelegt werden. Nicht immer ist das Anlegen von Raumkompartimenten oder Subkompartimenten nötig. 
Zur Erleichterung bei der Eingabe sind die Bauformen mit den Kürzeln BW=Bauwerk, RK=Raumkompartiment, SK=Subkompartiment, WT=Wandteil gekennzeichnet. Dieses 'Extrafeld', in dem die Bauform (unabhängig vom Titel des Datensatzes) angegeben wird, dient dazu, die eingetragenen Gebäude(-teile) nach einem einheitlichen Schema aufzunehmen. 

Create → Raumkompartiment → Maske ausfüllen
Create → Subkompartiment → Maske ausfüllen

Mit den "Ist Teil von"-Feldern werden Verknüpfungen zu übergeordneten Baueinheiten geschaffen. Hier können nur bereits bestehende Einträge ausgewählt werden. Es ist also sinnvoll, beim Anlegen die Reihenfolge von der größeren zur kleineren Einheit (vom Bauwerk zum Wandteil) einzuhalten. (Die Gesamtanlage wird über das Feld "Hat Teil" mit einem Bauwerk verknüpft.)

Wann und warum sollten Datensätze in der Raumkompartiment- oder Subkompartimentmaske angelegt werden?

Dies hängt davon ab, wie viele und welche Informationen vorhanden sind bzw. erfasst werden sollen: 

1. Wenn viele Informationen zu einem bestimmten Teil des Bauwerks vorhanden sind, macht es Sinn, dieses gesondert zu erfassen, um einen übergeordneten Datensatz mit einem ausgedehnten Freitextfeld nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Wenn zu einem Raum- oder Subkompartiment im Gegensatz zum gesamten Bau eine andere Baudatierung vorliegt, bspw. durch einen späteren Umbau, können diese Informationen in einem eigenen Datensatz zum Raum- oder Subkompartiment eingepflegt werden. So wird die abweichende Datierung im System als 'zeitliches Datum' gespeichert und kann in der weiterführenden Verwendung systematisch herangezogen werden. Im Freitext würde die Baudatierung nur für das menschliche Auge und nicht für das System lesbar auftauchen. 

2. Wenn das Bildprogramm eines Raum- oder Subkompartiments besonders hervorzuheben ist und dieses im Gesamten länger beschrieben werden soll, wäre ein einzelner Datensatz zu diesem Raum- oder Subkompartiment sinnvoll, weil er diese Baueinheit betrifft und nicht den gesamten Bau. 

3. Wenn ein komplexer architektonischer Grundriss und ein umfassendes Malereiprogramm die strukturierte und übersichtliche Erfassung der Daten nahelegen. Das heißt, auch wenn es keine besonderen Informationen zu einzelnen Bauabschnitten zu erfassen gilt, kann es der Datenübersicht dienlich sein, Raum- und/oder Subkomartimente anzulegen. Diese würden dann sortiert im Linkblock des Bauwerks aufgezeigt. 

Grundsätzlich ist das Anlegen von Subkompartimenten (SK) öfter erforderlich als das von Raumkompartimenten (RK), weil die Subkompartimente mit ihrer Bau- und Architekturform in den meisten Fällen bereits Auskunft über den Ort innerhalb des Gebäudes geben. 
 

4. Schritt: Anlegen der Wandmalerei

Create → Wandmalerei → Maske ausfüllen

Die Titelangabe für den Eintrag der Wandmalerei erfolgt inhaltlich. Beispiel: Sponsa-Ecclesia-Maria
 

Gesamtanlage

Ein Bauwerk kann einer übergeordneten Gesamtanlage zugeordnet werden. Oftmals ist das bei Klosteranlagen der Fall. Über das Feld "Hat Teil" werden dieser Anlage die jeweiligen Bauwerke zugeordnet. 

Fotos und Abbildungen

Das Fotomaterial zu Wandmalerei, Bauwerken usw. wird einzeln in der Maske Fotos/Abbildungen hochgeladen und mit den Metadaten und Informationen zu Bildrechten versehen. In dieser Maske wird es mit dem jeweiligen Bauwerk, Raumkompartiment, Subkompartiment, Wandteil, Wandmalerei, Person, Ereignis, Primärquelle verknüpft. Durch eine Verknüpfung erscheint es in der Ansicht des jeweiligen Eintrags. 

Ereignisse und Primärquellen

Ereignisse, die bestimmte Bauwerke, Gebäudeteile, Wandmalereien etc. betreffen, können extra in der Maske Ereignis angelegt werden und mit dem jeweiligen Datensatz verknüpft werden. Die Freilegung von Wandmalereien kann mit ausführlichen Informationen als Ereignis angelegt werden und mit den Wandmalereien verknüpft werden. Auch eine nicht mehr existierende Klosteranlage kann, sofern Informationen zur Zerstörung erfasst werden sollen, als Ereignis Zerstörung angelegt und mit der Gesamtanlage verknüpft werden. Das Ereignis wird dann in der View-Ansicht der Gesamtanlage im Linkblock als Link angezeigt. 

Genauso verfährt es sich beim Anlegen von Primärquellen. In dieser Maske können Text-, Bild- und Sachquellen erfasst werden. 

Linkblock

Mit Linkblock sind die Verlinkungen am rechten Rand eines Datensatzes gemeint, die die Verknüpfung zu weiteren Datensätzen anzeigen. Beispielsweise werden in der Maske Bauwerk die Raum- und Subkompartimente, die Wandteile sowie die Wandmalereien angezeigt, die diesem Bauwerk zugeordnet sind. Voraussetzung dafür ist, dass bei dem Anlegen dieser Datensätze das Feld "Ist Teil von Bauwerk" ausgefüllt wird. 

Titelvergabe

Die Vorgaben für die Feldeinträge unter dem jeweiligen Feld geben bereits eine Hilfestellung. 
Der Titel eines Datensatzes kann aus zwei Teilen bestehen - ein erster Teil und dahinter ein zweiter Teil in Klammern. Dies ist beispielsweise der Fall bei Einträgen von Raumkompartimenten, Subkompartimenten, Wandteilen oder Wandmalereien. Der erste Teil stellt die Eingabe des Feldes "Titel" dar, der zweite speist sich aus Feldern wie "Ist Teil von ..." und fügt sich automatisch in den groß erscheinenden Titel ein. 


Auflistung der Architektur- und Bauformen

Bauwerk (BW)
Zentralbau, Basilika, Saalkirche, Rundbau, Kreuzgang, Kapitelsaal, Sonstiges

Raumkompartiment (RK)
Ostwand, Langhaus, Westteil, Querhaus, Krypta

Subkompartiment (SK)
Dachraum, Empore, Altarraum, Südl. Seitenkapelle, Nördl. Seitenkapelle, Südl. Anraum, Nördl. Anraum, Südl. Seitenschiff, Nördl. Seitenschiff, Mittelschiff, Vierung, Nördl. Querhaus, Südl. Querhaus, Turm, Sonstiges

Wandteil (WT)
Nordwand, Südwand, Ostwand, Westwand, Zylindrische Wand,
Nordwand außen, Südwand außen, Ostwand außen, Westwand außen,
Apsis, Südl. Obergaden, Nördl. Obergaden, Stütze (Pfeiler/Säule), Nische, Tambour,
Gratgewölbe, Rippengewölbe, Tonnengewölbe, Kuppelgewölbe, Flachdecke,
Westflügel, Nordflügel, Ostflügel, Südflügel, Sonstiges